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Aktuelle und wichtige Informationen für Sie:


Vorfälligkeitsentschädigung

Banken dürfen nicht übermäßig hohe Zahlungen verlangen, wenn Kunden ein Immobiliendarlehen vorzeitig kündigen. Bei der Berechnung des Schadensersatzes, der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung, müssen die Sondertilgungen der Kunden mit berücksichtigt werden. Das hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 19. Januar 2016 entschieden.


Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Für Neubauten gelten seit dem 1. Januar 2016 deutlich höhere energetische Anforderungen. Der Primärenergiebedarf eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 muss um mindestens 25 Prozent geringer sein als nach den bis zum Jahresende geltenden Standards für ein vergleichbares Haus. Die Dämmung der Gebäudehülle muss 20 Prozent besser sein als bisher. "Für Bauherren bedeutet die nun in Kraft getretene Verschärfung der EnEV, dass enorme Zusatzkosten für eine bessere Dämmung sowie effizientere Heizungs-, Warmwasser- und Lüftungstechnik einzuplanen sind, obwohl der Energieeffizienzgewinn nur gering ausfällt", kritisiert Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands IVD. Die Neuregelung gilt für Bauherren, die ab dem 1. Januar 2016 einen Bauantrag eingereicht oder Bauanzeige erstattet haben.
Quelle: 
Immobilienverband Deutschland IVD


Neues Meldegesetz 2015

Das neue Meldegesetz soll Adressenmissbrauch verhindern. Mieter müssen seit dem 1.11.2015 wieder eine Einzugsbestätigung ihres Vermieters beim Einwohnermeldeamt vorlegen. Binnen einer Woche müssen Wohnortwechsel in Hessen beim Amt angezeigt werden. Wer sich erst nach der Frist ummeldet muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. 
Wohnungsgeberbescheinigung der Sadt Eschborn 


Energieauswei

Seit 1. Mai 2014 gilt die neue Energieeinspar-Verordnung (EnEV). Für die Vermarktung von Immobilien gilt, dass eine Vermietung oder Verkauf ohne einem gültigen Energieausweis nicht mehr möglich ist. Anhand dieser Dokumente sollen Mieter und Käufer den energetischen Zustand von Gebäuden besser einschätzen können. Verstöße gegen die neuen Vorgaben können mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden.


Geldwäschegesetz

Wenn der Makler seinen Kunden nach dessen Personalausweis fragt, wird dieser sich gewiss wundern. Der Makler hat aber alles richtig gemacht, denn Immobiliendienstleister sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet, die Identität ihrer Kunden festzustellen und zu überprüfen. Diese Verpflichtung haben Immobilienmakler vor dem mündlich oder schriftlich abgeschlossenen Maklervertrag zu erfüllen.
Um zu verhindern, dass Gewinne aus Straftaten in Umlauf gebracht werden, gibt es das sogenannte Geldwäschegesetz (GwG). Neben Banken, Versicherungen, Treuhändern, Anwälten und Steuerberatern gehören auch Immobiliendienstleister zu den Verpflichteten des GwG und müssen die Sorgfaltspflichten des Gesetzes anwenden. Seit 2011 wird die Einhaltung der Pflichten durch die Aufsichtsbehörden lückenlos kontrolliert. Die Verpflichteten müssen die Einhaltung dieser gegenüber den Behörden belegen.


Mietpreisbremse

Hessen beschließt die Mietpreisbremse. Diese gilt nur für die Wohnungsvermietung!
Am 27. November 2015 hat die hessische Landesregierung die Mietpreisbremse eingeführt. Seit dem können die Kommunen in Hessen, die einen angespannten Wohnungsmarkt haben, sich der Bestimmung anschließen.
Weitere Informationen erhalten Sie
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Wiederrufsrecht

Der Verbraucher kennt das Widerrufsrecht schon aus anderen Bereichen, z. B. aus dem Online-Handel. Nach dem Willen der EU gilt dies nun auch für Maklerverträge, die mit Verbrauchern im Fernabsatz (E-Mail, Fax, Telefon, Internet etc.) oder außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmers geschlossen werden (Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU).
Seit dem 13. Juni 2014 ist der Makler vom Gesetzgeber (BGBl. Teil I 2013 Nr. 58, S. 3642) verpflichtet, jeden Immobilieninteressenten über sein Widerrufsrecht zu belehren. Auch wenn der Interessent sich erst einmal unverbindlich informieren will, schließt er bereits einen Maklervertrag, wenn er die Leistung des Maklers  (Informationen, Exposé, Besichtigung etc.) in Anspruch nehmen will und über die Provisionspflicht bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages informiert wurde.
Herausgeber Immobilienverband Deutschland IVD